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Dr. Fiona Lorenz

Bloß keine Frauenquote!1

Amalie Dietrich ist geradezu besessen von Botanik. Um Pflanzen und Kräuter zu sammeln und diese systematisch klassifizieren zu können, reist sie mitunter siebzehn Wochen zu Fuß durch Deutschland oder elf Wochen durch die Salzburger Alpen, da sie sich eine Fahrt mit der Eisenbahn nicht leisten kann. Ihr Kind gibt sie während ihrer Reisen in Pflege. Sie wird zur Pflanzenexpertin, führt unterwegs Gespräche mit Fachgelehrten an den Universitäten, Professoren und Direktoren der botanischen Gärten. Mit 41 bewirbt sie sich bei dem Hamburger Reeder und Großkaufmann Cesar Godeffroy um den Auftrag, in der Südsee zu forschen. Sie wird abgelehnt, besorgt sich umgehend anerkennende Urteile namhafter Wissenschaftler, und erhält doch den Auftrag. Vor der Reise lässt sie sich noch von einem Konservator ausbilden, lernt Englisch und den Umgang mit der Waffe und erforscht daraufhin zehn Jahre lang den australischen Busch. Ihre Sammlungen werden zu einem Anziehungspunkt für die wissenschaftliche Welt, viele Arten werden nach ihr benannt. Amalie Dietrich lebte 1821-1891.2

Mehr als ein Jahrhundert vor Dietrich lebt Maria Sybilla Merian (1647-1717). Merian ist Insektenforscherin und liefert bereits 50 Jahre vor Linnés Klassifikation eine allererste bildliche Systematik der Schmetterlinge. Man muss dazu wissen, dass zu dieser Zeit Schmetterlinge im Volksglauben immer noch als Hexen galten, die als schöne Falter an der Sahne lecken und diese verderben (“butterfly”). Merian denkt zudem bereits in Kreisläufen, also in ökologischen Zusammenhängen. Mit 52 Jahren begibt sie sich mit ihrer Tochter auf eine Forschungsreise in den südamerikanischen Urwald - eine Reise, für die sie Forschungsgelder einwerben kann. Das daraus entstehende Buch macht sie weltberühmt.3


Frauen machen seit Jahrhunderten Karriere

Beide Frauen konnten also schon mehrere Jahrhunderte vor der Emanzipationsbewegung und deren Frauenquote Karriere machen - und zwar auf Grund ihrer Leidenschaft für ein Forschungsthema. Beide waren wohlgemerkt auch Mütter! Wie auch zum Beispiel Marie Curie, die einzige Empfängerin zweier Nobelpreise in unterschiedlichen Disziplinen. Es stellt sich die Frage, woher denn nun wirklich die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen rührt – denn diese ist ja de facto gegeben. Und ob dieser Unterrepräsentanz mit einer Frauenquote begegnet werden könnte. Dazu ist es notwendig, möglichen Gründen für dieses Phänomen nachzugehen.

Wie steht es um die Benachteiligung von Frauen nach ca. 35 Jahren Frauenbewegung? Ist die Benachteiligung tatsächlich so groß, wie es von Seiten „der Frauenbewegung“ (hier in all ihren Facetten pauschal so bezeichnet) interpretiert wird, dann sind die Methoden der Frauenbewegung nicht oder nur wenig wirksam gewesen.

Das Gleichbleiben oder nur geringfügige Ansteigen der Anteile von Frauen in bestimmten Lebensbereichen könnte aber auch andere Ursachen haben als die Benachteiligung von Frauen in eben diesen Bereichen. Das heißt, die Ursachen für das Phänomen könnten sich geändert haben. Eine andere Möglichkeit der Interpretation besteht nun darin, die Phänomene, auf denen Benachteiligungshypothesen basieren, unter einem anderen Licht zu betrachten und neue Interpretationen hinzuzufügen.

Ich werde im Folgenden zunächst kurz auf die „Benachteiligung von Frauen“ eingehen, um dann über die Erstellung einer Matrix von Macht und Machtlosigkeit der Geschlechter die Perspektive auf andere Geschlechterverhältnisse zu ermöglichen.

Als Beispiele für Dissonanzen in der Wahrnehmung der Geschlechterverhältnisse werde ich die Lebensbereiche Beruf und Mutterschaft heranziehen


Die „Benachteiligung von Frauen“

Die Benachteiligung von Frauen wird an ihrem geringen Anteil in bestimmten Lebensbereichen, zum Beispiel in höheren Karrierepositionen, in der Politik und in anderen Machtbereichen der Öffentlichkeit gemessen. Als Ursachen hierfür werden historisch gewachsene, männerdominierte Strukturen gesehen, in denen Männer bevorzugt und Frauen benachteiligt werden. Darüber hinaus werden angeblich komplexe psychosoziale Prozesse wirksam, in denen Mädchen und Jungen bereits im Elternhaus und in der Schule mit Geschlechtsstereotypen konfrontiert und geprägt werden. Soziobiologische Erkenntnisse werden dagegen überwiegend abgelehnt (es sei denn, aus ihnen lassen sich Vorteile ableiten), obwohl sich mit ihnen die existierenden Phänomene zum Teil weitaus besser erklären ließen.

Andererseits sind auch Jungen denselben komplexen psychosozialen Prozessen ausgesetzt, wie auch ihre Sozialisation das Ergebnis historisch gewachsener Strukturen ist.4 Die Bezugspersonen für Jungen sind in den ersten Lebens- und Schuljahren hauptsächlich Frauen: die Mutter, die Erzieherinnen im Kindergarten, die Grundschullehrerinnen.

Seit einigen Jahren lässt sich nun beobachten, dass der Anteil der Jungen abnimmt, die Abitur machen, Jungen finden sich dagegen verstärkt an Hauptschulen. Auch an den Hochschulen schwindet die Zahl der jungen Männer. Auf eine kurze Formel gebracht, ließe sich sagen: Je höher die Schulbildung, desto mehr weibliche und desto weniger männliche Absolventen.5 Dann aber, bei der Promotion, später auch bei der Habilitation, kehrt sich das Bild um: Hier finden sich mehr Männer als Frauen. Und dennoch: Wenn sie denn einmal habilitiert sind, haben Frauen mehr Chancen auf eine Professur als Männer6 - Frauenquote eben.


Farrells Machtmatrix

Warren Farrell (1993) legt seiner Analyse des Mann-Frau-Verhältnisses eine Matrix von Macht und Machtlosigkeit zu Grunde und stellt heraus, dass im Verlauf der Emanzipationsbewegung vor allem die weibliche Machtlosigkeit fokussiert und diese als gleichbedeutend mit männlicher Macht gesetzt wurde.7 Farrell lenkt den Blick jedoch auch auf die anderen Bereiche, nämlich männliche Machtlosigkeit und weibliche Macht. Er definiert Macht „als die Fähigkeit, über das eigene Leben zu bestimmen“ bzw. „Kontrolle über unser Leben“, wodurch der „Zugang zu äußerer Macht und äußeren Hilfsmitteln (also Einkommen, Status, Eigentum)“8 zwar für Männer eher gegeben ist als für Frauen, der Zugang zu anderen Bestandteilen von Macht jedoch nicht gegeben bzw. vermindert ist.


Ein Blick auf die Situation von Männern

Auch Männer werden im Lebensverlauf und im Beruf vielfach aufgerieben und gedemütigt. Sie kämen bloß nie auf die Idee, diese Erfahrungen auf ihr Geschlecht zurückzuführen, obwohl sie gerade wegen ihres Geschlechts in manchen Situationen höher belastet werden und mehr Kränkungen erfahren als Frauen. Desgleichen erreichen viele Männer, so sehr sie sich auch bemühen, nie die Chefetage.

Mathias Matussek (1998), der sich in den vergangenen Jahren eher durch proreligiöse Äußerungen hervortat, thematisiert in Geschlechterfragen wie Farrell die Machtverteilung zwischen Männern und Frauen auf eine andere als die gewohnte Weise: Er zeigt auf, wie mächtig Frauen werden können, wenn sie Mütter und Männer Väter werden und wie unterschiedlich die gleiche Handlung be- bzw. verurteilt wird, je nachdem, ob ein Mann oder eine Frau sie begeht: „Der Diskurs ist simpel: Eine Frau, die sich trennt, hat sich ‚emanzipiert’ und erfährt Stützung. Ein Mann, der weggeht, gilt dagegen als brutal und wird sozial geächtet.“9 Die Macht, die Frauen dadurch erlangen, dass sie Mütter werden, spiegelt sich, so Matussek, darin, dass sie ab Geburt finanziell versorgt sind, ob mit oder ohne Vater. Ein Kind ist für Frauen ein gesellschaftlich akzeptierter Grund, nicht arbeiten gehen zu müssen. Für Männer ist ein Kind dagegen ein Grund, erst Recht arbeiten gehen zu müssen.


Vorteile für Frauen

Katharina Rutschky (1999) vertritt die These, dass Frauen als die eigentlichen Gewinner der Modernisierung gelten könnten, wofür sich „im Bereich des Rechts, der Arbeitswelt, im Bildungswesen und der vielfach gesteigerten Lebensqualität, die zu einer merklichen Erhöhung der weiblichen Lebenserwartung geführt hat“,10 Indikatoren finden ließen.

Das Muttersein bringt der Mutter, so Herrad Schenk (1998) wiederum, einige Vorteile, nämlich der Verunsicherung und dem ständigen Leistungsdruck der männlichen Biographie auszuweichen. Ihrer Ansicht nach ist diese Situation historisch neu: Frauen müssen sich – wie Männer – heute individuelle Ziele setzen und ihr Leben selbst planen. Diese Veränderung wird, so Schenk weiter, „von vielen Frauen nicht nur positiv, als Befreiung, sondern auch negativ, als Verunsicherung und ständiger Leistungsdruck, erlebt.“ Dagegen besteht in der Mutterschaft die Chance, den alten Zustand des traditionellen Frauenlebens wieder herzustellen.11 Katharina Rutschky (1999) analysiert die Situation von Frauen und kommt zu dem Schluss, dass die Frauenbewegung einen systematischen Fehler gemacht hat, indem sie verkennt, dass „die Befriedigungen einer Existenz im zweiten Glied (...) so übel nie [Einschub: mit „nie“ übertreibt sie meines Erachtens, FL] war und auch heute noch genügend Anhängerinnen findet. Abgesehen von der Beschwerdekultur [der Frauenbewegung, FL] mit ihren kurzfristigen Entlastungserlebnissen, hat sich in vielen Jahren nichts entwickelt, weder sozial noch ideell, was Frauen eine angemessene Verarbeitung ihrer Umstellungsprobleme erleichtern und ihrem begründeten Konservativismus abhelfen würde.“12

Rutschky spricht an dieser Stelle von dem Widerspruch der Frauenbewegung, einerseits Geschlechtsunterschiede zu leugnen, andererseits aber sich „an die Frauen als das hilfs- und nachhilfebedürftige Geschlecht...“ zu klammern.13 Farrell (1995) schreibt dazu: „Hat [die feministische Haltung] früher gesetzliche Diskriminierung aufgrund biologischer Unterschiede bekämpft, so betont sie heute die biologischen Unterschiede, wenn dadurch Frauenrechte gestärkt werden können.“14


Wer zahlt eigentlich? - Vabanquespiele

Es geht Frauen hierzulande doch eigentlich prächtig – was wollen sie mehr? Sie können wählen gehen, sie können Abitur machen und studieren. Ihnen steht die Welt offen. Sie können ins Frauenhaus gehen, wenn sie geschlagen werden (und es wird ignoriert, wenn sie selbst schlagen). Sie können ihre Kinder von klein an betreuen lassen, sie können Hartz IV, Unterhaltsvorschuss und Kindergeld beantragen, sie können Mutterschutz in Anspruch nehmen und auf diese Art ihre Kollegen in der Luft hängen lassen, wenn sie meinen, dass nur sie allein fähig sind, ein Kind zu erziehen, selbst wenn sie Ingenieurin, Verkäuferin oder Ägyptologin sind. Ach, wenn sich nur die Männer diese Position im Rahmen der Gleichberechtigung erkämpfen würden: Zuhause bleiben, ein Kind 24 Stunden am Tag erziehen, den Beruf vergessen und sich sagen: Irgendwann, irgendwann geh ich wieder zurück ins unangenehme Berufsleben.

Wer bezahlt eigentlich das Ganze?

Es sind die Väter der Kinder15 und der Vater Staat.16 (Bezeichnenderweise finden sich auf Anhieb keine Gesamtzahlen zu Unterhaltsleistungen in Deutschland.)

Während Frauen sich alsdann darüber beschweren, dass sie im Beruf nicht mehr Fuß fassen können und weniger Geld verdienen als ihre Kollegen (weil sie ziemlich lange zu Hause geblieben sind, sich nicht fortgebildet haben, allen Ernstes erwartet haben, ihre Stelle würde eigens für sie anderthalb Jahre vakant gehalten?17 ), sind ihre kinderlosen Kolleginnen und Kollegen sowie jene, die alles unter einen Hut bringen, an ihnen vorbeigezogen.

Farrell stellt fest: Frauen fordern im Beruf mehr Rechte, sind aber nicht bereit, mehr Verpflichtungen im Sinne der Familienernährerin auf sich zu nehmen. Für Frauen, so Farrell, stellt Berufstätigkeit eine Option oder auch vorübergehende Notwendigkeit dar, für Männer nicht: „Wir stellen uns vor, dass Männer viele Wahlmöglichkeiten haben: Sie können Präsident werden, Astronauten etc. Alle diese Optionen sind in Wahrheit jedoch nur Untergliederungen einer Option: Geld zu verdienen.“18 Farrells Lösung besteht darin, dass beide Geschlechter nicht nur Rechte beanspruchen, sondern auch Verpflichtungen in den gleichen Bereichen übernehmen, Lasten gleich verteilen.19

Stattdessen sieht es so aus, als gingen Frauen ihren romantischen Fantasien nach, sich vom Mann (oder Vater Staat) versorgen zu lassen. Während Männer anscheinend ihrerseits das romantische Spiel mitspielen und sich gern als Familienernährer und -versorger verstehen (wollen).


Karriere strengt an!

„Wenn aber die Phantasie einer Karriere, die durch eigene Anstrengung zustande kommt, mit der Realität dessen kollidierte, was man für eine Karriere opfern muss, versagte sie.“20 Dem entspricht, so Farrell, „einer der größten Irrtümer der Frauenbewegung“, namentlich „den Arbeitsplatz mit `Macht´ und `Selbstverwirklichung´ gleichzusetzen. Arbeitgeber müssten die Leute nicht bezahlen, wenn sie ihnen Macht und Selbstverwirklichung bieten würden.“21

Für Männer besteht tatsächlich eine weitaus größere Gefahr, Arbeitsunfälle zu erleiden22 sowie anstrengendere (schwere Fabrikarbeit, Hochöfen), gefährlichere (Polizisten, Feuerwehrleute), unsympathischere (Schlächter, Jäger), abstoßendere (Müllverwerter), weniger heimatnahe (Fernfahrer), zeitraubendere (Ärzte, Politiker) und einsamere (naturwissenschaftliche Forschung) Berufe auszuüben, als für Frauen.23 Arne Hoffmann fasst zusammen: „Generell bieten typische Frauenberufe unbestreitbar bessere Arbeitsbedingungen als von Männern ausgeübte Tätigkeiten.24

Zu den Gründen, weshalb Frauen weniger verdienen als Männer, führt Hoffmann an, dass Frauen eher die sicheren, aber schlechter bezahlten Berufe wählen (s.o.), dass sie statt Geld eher nicht finanzielle Nebenleistungen in Anspruch nehmen wie bspw. flexible Arbeitszeiten und Urlaubsregelungen oder Betriebskindergärten. Zudem sind Frauen in der Regel schlechter ausgebildet als Männer, besitzen damit weniger fachliche Qualifikationen und stellen insgesamt für Arbeitgeber ein größeres Risiko dar. Frauen arbeiten weniger Wochenstunden als Männer und leisten weniger Überstunden. Wäre es tatsächlich so, das Frauen auf Grund ihres Geschlechtes weniger verdienten als Männer, bestünde, so Hoffmann, kein Grund für ein Unternehmen, teure Männer einzustellen, wenn Frauen dieselbe Arbeit viel billiger machten.

Üblicherweise wird jedoch weiterhin eine Benachteiligung in Bezug auf das Einkommen „bei gleicher Qualifikation“ behauptet, doch nirgends fundiert belegt. Es sei bemerkt, dass es sehr schwierig ist, an aussagekräftige Zahlen zu kommen.25 Es werden Zahlen und Prozente genannt, ohne ausreichende Bezüge herzustellen. Die Zahlen wirken auf den ersten Blick meist verstörend, wie beispielsweise ein Blick auf die abweichenden Gehälter von Architektinnen zu Architekten oder von Bankkauffrauen zu Bankkaufmännern.26 Aber wenn man die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Frauen und Männern in Deutschland berücksichtigt, merkt man schnell, dass es so einfach nicht sein kann.


Privatwirtschaft auf Selbstzerstörungsmodus?

Zum Beispiel das Statistische Bundesamt: Hier wird wenigstens nachvollziehbar dargestellt,27 dass die Geschlechter im öffentlichen Dienst nur 7,5 (2007) bzw. 7,1 Prozent (2009) auseinanderklaffen, im Vergleich zur Privatwirtschaft, die offensichtlich die teuren Männer (22,5-22,7 Prozent teurer als Frauen) bevorzugt einstellt – augenscheinlich hat die Privatwirtschaft einen Selbstzerstörungsmodus eingeschaltet, der sie zu dieser irrationalen Handlungsweise bewegt. Vielleicht haben diese Zahlen aber auch einen anderen, nachvollziehbaren Hintergrund.

Zu diesem Zwecke erscheint es sinnvoll, die Qualifikationen von Frauen und Männern unter die Lupe zu nehmen und miteinander zu vergleichen. Ein Hinweis sind ja bereits die gewählten Berufe, die sich anscheinend unterscheiden. In welchen Fächern bilden sich Frauen und Männer denn aus? Und wer bildet sich anschließend eher weiter? Nun, da es mittlerweile etliche Programme gibt, die Mädchen und Frauen in MINT-Berufe hineinlocken wollen, ist schon klar, wo der Hase langläuft: Frauen sind auch heute noch weit mehr an (schlechter bezahlten) Sprach- und Kulturwissenschaften interessiert, wie das Statistische Bundesamt im Juni 2006 unter dem Titel „Frauen haben wenig Interesse am technischen Studium“ feststellte:

“Das Interesse der Studienanfängerinnen konzentrierte sich in 2005 nach wie vor auf die Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften mit einem Frauenanteil von 73% und Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (66%). In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (51%) war das Geschlechterverhältnis fast ausgeglichen.”28

Inwieweit gerade der letzte Posten „Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“, innerhalb dessen es mit hoher Wahrscheinlichkeit Geschlechterunterschiede zwischen den Fächern gibt, einfach zusammengefasst wurden, lässt sich an dieser Stelle leider nicht nachvollziehen.

Indessen stellte die Europäische Union fest, dass „Frauen trotz der dargelegten eingeschränkten Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft im Vergleich zu Männern in fast jedem Beruf, den sie gemeinsam mit männlichen Kollegen ausüben, identisch bezahlt werden.“29

Auf die Diskrepanz ihrer eigenen Aussagen zum Gender Pay Gap kam das Bundesamt für Statistik einige Jahre später schließlich selbst, indem es die eigenen Zahlen aus dem Jahre 2006 erneut untersuchte und die Ergebnisse in einer Pressemitteilung vom 25. Oktober 2010 präsentierte:

“Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis neuer Untersuchungen der Verdienststrukturerhebung 2006 mitteilt, sind rund zwei Drittel des Gender Pay Gap auf strukturell unterschiedliche arbeitsplatzrelevante Merkmale von Männern und Frauen zurückzuführen. Die wichtigsten Unterschiede sind dabei die zwischen weiblichen und männlichen Arbeitnehmern ungleiche Besetzung von Positionen sowie die zwischen den Geschlechtern unterschiedlich ausfallende Berufs- beziehungsweise Branchenwahl. Darüber hinaus sind Frauen eher teilzeitbeschäftigt und tendenziell schlechter ausgebildet.”30

Wenn Männer sich zum Studium entschließen, promovieren und habilitieren sie darüber hinaus eher als Frauen. Das ist Fortbildung. Das sind weiterführende Hochschulabschlüsse, die nicht mit Diplom, Bachelor oder Magister in einen Topf geworfen werden sollten. Nebenbei bemerkt, kann man Promotionen und Habilitationen nicht mit Professuren vergleichen, da erstere einmalige Ereignisse sind, Professuren jedoch langjährige Inhaberschaften sind, die deren Freiwerden oder Schaffung voraussetzen. Deshalb sind entsprechende Zahlenspiele und Vergleiche mit dem Tenor: „Immer mehr Frauen promovieren und habilitieren, die Anzahl der Professorinnen ändert sich jedoch kaum“, unsinnig.


Besser bezahlt

Man kann sich selbstredend darüber streiten, weshalb „Frauenberufe“ weniger gut bezahlt werden als „Männerberufe“, doch ein Indiz könnte das bereits ausgeführte höhere Risiko und der höhere Zeitaufwand sein, welche eher mit Männerberufen einhergehen. Männer legen auch längere Strecken zur Arbeitsstelle zurück als Frauen.31 Frauen bevorzugen offenbar Büroberufe, die mit ihren anderen Lebensbereichen kompatibel sind – und dies könnte die nichtmonetäre Vergütung sein, welche Frauen dazu bringt, eher abzuwinken, wenn ihnen jemals einer dieser zeitraubenden und anstrengenden Führungsposten angeboten würde. Andersherum sind Frauen in Führungspositionen nicht per se die besten Chefs und Kolleginnen, da die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht nichts über die Führungsqualitäten des Geschlechtsinhabers aussagt.32

Weshalb Frauen ansonsten weniger willens sind als Männer, sich Posten mit höherem Verdienst zu erarbeiten, auch unter sonst gleichen Voraussetzungen, müsste ernsthaft geklärt werden. Weshalb sie nicht anstreben, in anderen Männerberufen wie der Müllabfuhr oder Kanalreinigung tätig zu werden, interessiert freilich keine Gleichstellungsbeauftragte.33 Stattdessen werden heute noch dieselben Plattitüden wie vor dreißig Jahren stereotyp wiederholt. Diese bringen jedoch offensichtlich keine nennenswerten Fortschritte (mehr) – wenn es diese überhaupt geben soll – oder kann. Ist es denn möglich, dass das, was Gleichstellungsbeauftragte und Bundesministerien von Frauen verlangen, von diesen gar nicht gewünscht wird? Dass die normale Frau schon gleichberechtigt genug ist und gar nicht mehr haben will? Muss man sie dahinhieven in die Führungsposition, in den Ingenieur- oder Informatikberuf, ins Kanzleramt (oh, da sitzt ja schon eine)?

Weshalb Männer eher als Frauen bereit sind, sich in die Mühlen der Führungsposition zu begeben, fragt schon gar keiner. Es scheint selbsterklärend, dass jemand nach Geld, Macht, zu viel Arbeit, zu wenig Freizeit, zu wenig Kontakt zu Freunden und Familie sowie nach einem frühen Tod strebt, während ihn die Witwe überlebt.


Veränderung des Bildes: Andere Perspektiven

So tritt ein eigenartiges Phänomen auf: Im öffentlichen Bewusstsein wird darauf geachtet, dass Frauen nicht länger benachteiligt werden. Sie sollen arbeiten können, sie sollen Karriere machen und werden gefördert. Trotz massiver Förderungen passiert allerdings recht wenig im Hinblick auf Frauen und Karriere. Denn Frauen werden in dieser Perspektive immer noch als Opfer gesehen und dazu ermutigt, sich weiterhin selbst als Opfer anzusehen. Es entsteht zum einen ein double-bind, Karrierefrau und Opfer zugleich sein zu sollen. Zum anderen werden mögliche weitere Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen nicht wahrgenommen. Frauen wird durch die Frauenbewegung und in Folge auch zum Teil gesellschaftlich die Verantwortung für ihr Handeln, ihre Entscheidungen, ihr Leben nicht auf der ganzen Linie zuerkannt, sondern „den Männern“ angelastet. Frauen entscheiden sich für bestimmte Lebensformen, die sie feministischerseits nicht wollen sollen und sie erhalten andererseits durch den patriarchalen Staat – feministisch gesehen: ihren Feind! – Rechte, ohne die entsprechenden Pflichten tragen zu müssen.34

Wenn wir demnach zumindest versuchsweise den Gedanken beiseite legen, dass Frauen grundsätzlich benachteiligt sind, können andere Gründe für den Status quo der Verteilung der Geschlechter auf unterschiedliche Lebensbereiche sichtbar werden. Zum Beispiel: Warum finden sich weniger Frauen in hochgestellten Positionen? Warum wählen Frauen bestimmte Berufe und Männer andere Berufe? Wenn diese Fragen auf eine andere Art als gewohnt beantwortet werden, lassen sich eventuell auch Antworten darauf finden, warum Frauen andere Lebensschwerpunkte setzen als Männer und statt Benachteiligung andere Gründe für Ungleichgewichte der Geschlechterverteilung in bestimmten Lebensbereichen ausmachen.

Wenn wir zudem Frauen und Männern unterstellen, dass sie verantwortliche Entscheidungen für ihr Leben treffen, dann können sie nicht mehr nur als Benachteiligte versus Bevorzugte gelten. Frauen können ebenso von ihrer beruflichen Position in der zweiten Reihe profitieren wie Männer unter ihrer beruflichen Position in der ersten Reihe leiden können. Und in anderen Lebensbereichen wie beispielsweise Vater- oder Muttersein verteilen sich Vor- und Nachteile möglicherweise wiederum, je nach Perspektive, ganz anders als herkömmlich gedacht.

Denn nicht unbedingt nur Lebenskonzepte, sondern auch präferierte Arbeitsstrukturen und wahrgenommene Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten angemessen zu entfalten und den eigenen Interessen nachzugehen, beeinflussen die Entscheidung für oder gegen die Karriere. Hinweise auf die Kompatibilität mit den Lebenskonzepten geben allerdings in Interviews mit Studienabsolventinnen und -absolventen gewonnene Aussagen wie „Befristung“, „Einschränkung beruflicher Möglichkeiten“, „sinnvolle Tätigkeit“ und „Vereinbarkeit“. Das sind Faktoren, die neben anderen für die Entscheidung gegen oder für die Karriere angeführt werden.35

Ob diese These wahrer ist als die Thesen, welche renommierte Frauenforscherinnen und derzeit Politikerinnen aufstellen, kann hier nicht entschieden werden. Allein, dass sie möglicherweise auch wahr ist, sollte die Perspektive erweitern und nach anderen möglichen Interpretationen bekannter Daten Ausschau halten lassen.


Sollen wir Männer benachteiligen?

Fest steht jedoch: Frauen, die Karriere machen wollen, können dies tun. Es stehen ihnen heutzutage keine Barrieren im Wege, die nicht auch Männern im Wege stünden. Frauen haben mittlerweile in einigen Führungspositionen sogar überproportional aufgeholt. Auch Frauen sind in der Lage, Netzwerke zu etablieren und zu nutzen – eine prinzipiell geschlechtsunabhängige Methode, Karriere zu machen.

Schließlich steht das Argument der angeblich besser vernetzten Männer36 im Gegensatz zu den angeblich besseren sozialen Kompetenzen von Frauen. Wenn Frauen so super mit anderen Menschen können, weshalb sollen sie sich nicht vernetzen können, wenn es um die Arbeit geht?

Wären Frauen also tatsächlich die billigeren Arbeitskräfte bei selber Qualifikation und mit besseren sozialen Fähigkeiten, würde doch jeder Unternehmer sie mit Kusshand einstellen und diese teuren, emotional rückständigen Männer sofort davonjagen.

Die Tatsache, dass Frauen wenig Interesse zeigen, sich in höhere verantwortliche Sphären der Gesellschaft zu begeben, dürfte sich mittels einer Frauenquote zwar eventuell verändern lassen. Interessant ist auch, dass gerade jene Frauen, die es ohne Frauenquote geschafft haben, nun anderen Frauen dazu verhelfen wollen, ihre eigenen hart erkämpften Posten recht mühelos zu gewinnen. Zu fragen ist allerdings: Wollen wir das? Wollen wir Frauen, die sich ihre hohe Position nicht ebenso hart erkämpfen mussten wie ihre Kolleg(inn)en? Die vielleicht weniger qualifiziert sind, die vielleicht allein aufgrund ihres Geschlechts und ihres damit verbundenen, vermeintlichen Opferstatus’ in diese Position aufrückten? Wollen wir von ihnen regiert, geführt und unterrichtet werden?

Wollen wir zu diesem Zwecke Männer benachteiligen, wie Norbert Bolz treffend feststellt?37 Ohne zu berücksichtigen, dass es andere benachteiligte Gruppen in unserer Welt gibt, die ebenfalls der Förderung bedürften?


Also...

Frauenrechte gibt es genug, so mein Plädoyer. Dank den Pionierinnen des Feminismus sind Frauenrechte in Deutschland selbstverständlich. Benachteiligungen werden jedoch allerorten und allerseits gebetsmühlenartig weiterhin behauptet. Dabei werden Frauenrechte weidlich genutzt, zum Teil missbraucht, zum Teil ignoriert. Im internationalen Vergleich lebt bei uns hier in Deutschland die Durchschnittsfrau kuscheliger als der Durchschnittsmann. Will sie nicht arbeiten, wird sie Hausfrau und/oder Mutter. Das darf sie, das ist gesetzlich legitimiert, das zahlt schon irgendeiner.

Wer hierzulande Frauen weiterhin als Opfer sieht und verkauft, übersieht dabei, dass sie vielfach eben nicht wollen, was sie wollen sollen. Statt vom Staat und Arbeitgebern zu fordern, sie mögen Frauen fördern und ihnen die Pöstchen hinterhertragen, sollten wir von den Frauen selbst vielleicht sogar mehr fordern, sie in die Pflicht, in die Verantwortung nehmen.38 Es gibt eben Anforderungen des Arbeitsmarktes – Arbeitgeber wollen und müssen gegen konkurrierende Arbeitgeber – und Nationen – bestehen.39 Die Bedingungen des Arbeitsmarktes in Frage zu stellen und diese gegebenenfalls menschenfreundlicher zu gestalten, ist eventuell notwendig oder wenigstens wünschenswert. Aber ein Unternehmen kann nicht funktionieren, wenn es zu viele Rücksichten auf die vermeintlich Schwächsten nimmt. In anderen Ländern, in der ehemaligen DDR geht und ging es auch: Frauen haben gearbeitet und arbeiten wie Männer. Ohne Sonderrechte, sondern als gleichwertige Mitglieder der Erwerbswelt.

Jedes Geschlecht hat sein eigenes Päckchen zu tragen, ebenso wie jeder Vertreter eines sozialen Status, einer Alterskohorte oder einer Nationalität. Letztlich sind andere Personenkreise weitaus mehr benachteiligt als Frauen, wenn es um den Zugang zu Bildung oder zur gesellschaftlichen Teilhabe geht und Frau ist nicht gleich Frau.40 Und schließlich haben sämtliche Pisa- und OECD-Studien gezeigt, dass (nicht nur) in Deutschland vor allem die soziale Herkunft darüber entscheidet, welche Lebenschancen ein Kind erhält.41 Kurz: Neue Interpretationen braucht das Land!



Zur Autorin:

Fiona Lorenz promovierte ohne jegliche Frauenquote zum Thema „Lebensraum Universität. Lebenskonzepte von Hochschulabsolventinnen und -absolventen.“; DUV 2004. Sie befragte für die Arbeit 35 männliche und weibliche Universitätsabsolventen und kam zu mitunter überraschenden Ergebnissen.



Fußnoten:

1 Der Aufsatz ist eine überarbeitete Fassung des am 07. Februar 2011 bei hpd.de unter demselben Titel veröffentlichten Artikels (http://hpd.de/node/11108). Zudem wurden Ausschnitte aus dem Artikel „Das verkannte Geschlecht?“ übernommen (http://hpd.de/node/11242 vom 08. März 2011).


2 Auszug einer Rezension des Buchs von Gudrun Fischer (Hg.): Darwins Schwestern. Porträts von Naturforscherinnen und Biologinnen. Orlanda Verlag. 2009, durch die Autorin dieses Beitrags, zu finden unter http://www.darwin-jahr.de/evo-magazin/darwins-schwestern (26.03.2011)


4 Vgl. hierzu auch Jens Alber: Doppelstandards der Gleichstellung. faz.net vom 25. März 2011


5 Vgl. Bundesamt für Statistik: Statistisches Jahrbuch 2010 Bildung und Kultur, Abb. „Schulabschlüsse von Absolventen/Abgängern aus allgemein bildenden Schulen 2008“, S. 126


6 Darauf gehe ich an dieser Stelle nur sehr kurz ein: Die Anzahl der Professorinnen in Deutschland stieg von 1992 bis 1998 von 2246 (6,5%) auf 3592 (9,5%) – ein Anstieg von 60%. 2009 erreichte die Zahl der Professorinnen den Stand von 7267 (18,3%) und hat sich damit binnen 17 Jahren fast verdreifacht. Es kommt eben immer auf die Interpretation an. (Die beiden ersten Zahlen aus meiner Dissertation, die anderen Zahlen vom Statistischen Bundesamt. http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/07/PD10__235__213.psml)


7 Warren Farrell: Warum Männer so sind, wie sie sind. Goldmann Verlag 1993; 12 f.


8 ebd; 29, Hervorhebungen im Original.


9 Matthias Matussek: Die vaterlose Gesellschaft. Überfällige Anmerkungen zum Geschlechterkampf. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH 1998; 38


10 Katharina Rutschky: Emma und ihre Schwestern. Ausflüge in den real existierenden Feminismus. München, Wien: Carl Hanser Verlag 1999; 12. Sie schränkt ein, dass Macht und Reichtum nach wie vor in Männerhänden liegen.


11 Herrad Schenk: Wieviel Mutter braucht der Mensch? Der Mythos von der guten Mutter. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH 1998; 58f.


12 Rutschky 1999; 56


13 Rutschky 1999; 71


14 Farrell: Mythos Männermacht. Frankfurt am Main: Zweitausendeins 1995; 287


15 Vgl. Statistisches Bundesamt, Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte im ersten Halbjahr 2003, S. 1314ff.


16 Wikipedia.de: Unterhaltsvorschuss. http://de.wikipedia.org/wiki/Unterhaltsvorschuss (26.03.2011)


17 Christina Anger, Jörg Schmidt: Lohnlücke - Knackpunkt Kinderbetreuung. Aus: iwd - No. 45 from November 10, 2010. http://www.iwkoeln.de/Publikationen/iwd/Archiv/tabid/122/articleid/30645/Default.aspx


18 Farrell 1993; 294


19 Farrell 1993; 299


20 Farrell 1993; 111


21 Farrell 1995; 278


22 Farrell (1993) schreibt von einer 600 Prozent höheren Gefahr; ebd. 32. Vgl. auch Jens Alber, a.a.O. Diese Phänomene sind evolutionsbiologisch recht gut erklärbar: Der Mann, der bereit ist, sein Leben für die Frau und die gemeinsamen Nachkommen aufs Spiel zu setzen, gibt ihr die Sicherheit, dass er es in Bezug auf sie und die Beziehung ernst meint – und dass er gute, robuste Gene hat. Vgl. Matt Ridley: The Red Queen: Sex and the Evolution of Human Nature. Penguin, New Ed. 1994



23 vgl. Arne Hoffmann: Sind Frauen bessere Menschen? Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2001; 377. Zu den 25 Todesberufen, von denen 24 reine Männerberufe sind (der 25. Beruf ist professionelles Tanzen, in dem etwa zur Hälfte Frauen vertreten sind), siehe Farrell 1995; 129ff. Er schreibt dazu: „So wie der Begriff `glass ceiling´ die Barriere beschreibt, die Frauen von den gutbezahlten Jobs fernhält, beschreibt `glass cellar´ die unsichtbare Barriere, die Männer in den Jobs festhält, die die höchsten Risiken aufweisen.“ Ebd. 131


24 Hoffmann 2001; 378


25 Ohne Autor: Frauen verdienen deutlich weniger als Männer. In: http://www.welt.de/politik/deutschland/article803999/Frauen_verdienen_deutlich_weniger_als_Maenner.html vom 11.04.2007


27 Vgl. für die Jahre 2007, 2008, 2009 http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/VerdiensteArbeitskosten/Verdienstunterschiede/Tabellen/Content50/Abstand__OEDPrivat,templateId=renderPrint.psml


28 Statistisches Bundesamt: Zahl der Woche Nr.10 vom 07.03.2006; http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/zdw/2006/PD06__010__p002.psml


29 Hoffmann 2001 zitiert Jäckel, Karin (2000; 90). Vorherige Ausführungen Hoffmann 387ff. Vgl. auch Farrell 1995; 143ff


30 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr.384 vom 25.10.2010: Gender Pay Gap: Zwei Drittel lassen sich strukturell erklären. http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/10/PD10__384__621,templateId=renderPrint.psml


33 Siehe Walter Hollstein: Die ungestellte Männerfrage. http://derstandard.at/1297819762908/Zum-Rollenbild-von-Emanzipationsverlierern-Die-ungestellte-Maennerfrage vom 07. März 2011


34 Hier erfolgt ein kurzer Hinweis auf die Debatte zur „Hausfrauisierung der Arbeit“, wie von Maria Mies, Claudia von Werlhof und Veronika Bennholdt-Thomsen angestoßen, wonach Arbeitsbereiche, die vormals als Berufe bezahlt wurden, heute in die unvergütete Privatsphäre hineindefiniert wurden, obgleich sie nach wie vor eine Grundlage für die bezahlten Berufe darstellen. In diesem Zusammenhang sollte m.E. ein Grundeinkommen für alle erwogen werden.


35 Fiona Lorenz: Lebensraum Universität. Lebenskonzepte von Hochsculabsolventinnen und -absolventen. DUV 2004


36 Gérard Moinat: “Vitamin B ist nicht so entscheidend”. http://www.20min.ch/finance/news/story/30521029 08. März 2011


37 Norbert Bolz: Es lebe der Geschlechtsunterschied! http://diepresse.com/home/meinung/debatte/639594/Es-lebe-der-Geschlechtsunterschied . 05. März 2011


38 Christina Anger, Axel Plünnecke: Kluge Köpfe braucht das Land. iwd - No. 24 from June 17, 201. http://www.iwkoeln.de/Publikationen/iwd/Archiv/tabid/122/articleid/30260/Default.aspx


39 Vera Erdmann, Oliver Koppel: Ersatz ist kaum in Sicht. iwd - No. 51 from December 23, 2010. http://www.iwkoeln.de/Publikationen/iwd/Archiv/tabid/122/articleid/30755/Default.aspx


40 Frida Thurm: Die falsche Debatte. http://www.zeit.de/gesellschaft/2011-03/frauentag-sexismus-rassismus. 08. März 2011


41 OECD: Nachkommen von Migranten: schlechtere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt auch bei gleichem Bildungsniveau. http://www.oecd.org/document/63/0,3746,de_34968570_35008930_43880255_1_1_1_1,00.
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. 15. Oktober 2009



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